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Mit Festivalticket
Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.
„Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ Doch was bedeutet dieser Satz, wenn es für Bürgerinnen und Bürger immer schwieriger wird, sich frei und gut informiert eine Meinung zu bilden? Politische Kommunikation wird strategischer, Interessenvertretung professioneller, wirtschaftliche Verflechtungen undurchsichtiger. Algorithmen bestimmen, was Menschen sehen, und belohnen Zuspitzung, Empörung und Polarisierung. Politik und Medien tragen deshalb eine besondere Verantwortung: Sie schaffen wesentliche Grundlagen dafür, wie Menschen die Wirklichkeit wahrnehmen, politische Alternativen bewerten und Entscheidungen treffen. Aber wie lässt sich erkennen, ob politische Kommunikation freie Meinungsbildung ermöglicht oder sie durch Verzerrung, Auslassung, Diffamierung und emotionale Manipulation einschränkt? Democracy Intelligence entwickelt eine offene Dateninfrastruktur, die den Zustand demokratischer Kommunikation sicht- und messbar macht. Der Vortrag stellt den Democracy Score vor und zeigt, wie Journalistinnen und Journalisten ihn für Recherche, Einordnung, Interviews und Medienkritik nutzen können. Denn eine funktionierende Demokratie braucht nicht nur freie Wahlen. Sie braucht einen Souverän, der sich möglichst souverän eine Meinung bilden kann.